Erstelle ein Schraubglas
Ein Behälter und ein Deckel, deren Gewinde zueinander passen, weil sie gemeinsam erzeugt wurden.
Gewinde sind das, wovon alle annehmen, ein CAD im Browser könne es nicht – und sie sind von Hand tatsächlich schwer richtig hinzubekommen: Das Deckelgewinde muss das exakte Negativ des Glasgewindes sein, plus Spiel, sonst frisst es oder dreht durch. Der Schraubbehälter-Generator schneidet beide aus denselben Zahlen, sie passen also konstruktionsbedingt und nicht zufällig. **Geh gröber, als sich richtig anfühlt.** Die Steigung auf 4 mm zu erhöhen heißt weniger Umdrehungen beim Öffnen – der eigentliche Grund ist aber der Druck. Ein grobes Gewinde hat große, stumpfe Zähne; ein feines hat Zähne etwa in der Größe einer Schichtlinie, also genau in dem Maßstab, in dem ein FDM-Drucker sie nicht mehr auseinanderhalten kann. **Die Wand hat zwei Aufgaben.** Mit 2,5 mm übersteht sie einen Sturz und gibt dem Gewinde zugleich etwas Festes, in das es geschnitten wird. Zu dünn, und die Zähne haben nichts hinter sich. **Drucke beide Teile stehend, offene Seite nach unten.** Dann ist jede Windung ein waagerechter Ring statt eines Überhangs, und nirgends braucht es Stützen. Liegend gedruckte Gewinde passen fast nie. Klemmt der Deckel, drucke nicht blind neu – öffne den Generator wieder und gib Spiel dazu. Das Teil blieb parametrisch, die Korrektur ist also eine Zahl statt einer Neukonstruktion. Öffne Hilfe → Erstelle ein Schraubglas im Editor, um es Schritt für Schritt selbst zu bauen.
- Öffne das Generieren-Panel und wähle Schraubbehälter; setze Durchmesser 50 und Höhe 60, Deckel eingeschaltet lassen.
- Erhöhe die Gewindesteigung auf etwa 4 mm — grobe Gewinde drucken deutlich besser als feine.
- Setze die Wand auf etwa 2,5 mm, denn in sie ist das Gewinde geschnitten.
- Führe die Druckprüfung aus, dann exportiere und drucke beide Teile stehend, offene Seite nach unten.