Druckfeder
Eine schraubenförmige Feder, gewickelt auf eine Länge und Windungszahl, die sich auch drucken lässt.
Eine schraubenförmige Druckfeder: Runddraht zu einer Wendel gewickelt, gebaut als ein einziger gezogener Körper statt als Stapel von Ringen — so entsteht zuverlässig ein zusammenhängender Körper.
Vier Zahlen beschreiben sie — Drahtdurchmesser, Außendurchmesser, freie Länge und Windungen — und der entscheidende ist keiner davon. Der Windungsspalt ist das, was übrig bleibt, nachdem die Windungen über die Länge verteilt sind, und darauf kommt es an: ist er zu klein, verschmelzen die Windungen auf dem Druckbett zu einem Stab, und im Viewport ist der Unterschied bei keinem realistischen Zoom zu sehen. Deshalb meldet das Panel ihn, statt es dich auf dem Druckbett herausfinden zu lassen.
Die freie Länge ist der Parameter, der nachgibt. Draht, Durchmesser und Windungszahl sind das, was die Feder *ist*; die Länge ist eine Folge davon, wie eng gewickelt wurde. Verlangst du eine Länge, die so viele Windungen nicht auf Abstand halten kann, wird sie auf die kürzeste mögliche erhöht, und das Panel sagt es. Den Regler weiter herunterzuziehen fühlt sich blockiert an — das ist die ehrliche Antwort, denn die kürzere Feder gibt es bei dieser Windungszahl nicht. Kürzer gewünscht? Weniger Windungen oder dünnerer Draht.
Drei Endenformen. *Offen* wickelt durchgehend mit einer Steigung und endet mitten im Anstieg, die Feder steht also nicht gerade. *Geschlossen* wickelt die letzte Windung an jedem Ende so eng, wie es druckbar ist, und flacht sie damit ab. *Geschlossen und geschliffen* schneidet beide Enden zusätzlich plan ab — so wird eine echte Feder fertiggestellt — und ist die einzige Einstellung mit exakter Höhe: die anderen bleiben wenige Mikrometer darunter, weil der Drahtquerschnitt senkrecht zur Wendel steht und am äußersten Ende den vollen Radius nicht ganz erreicht.
Lies die Zeilen. *Wicklung* nennt das Wickelverhältnis (Windung zu Draht — echte Federn liegen bei 4 bis 12), die Steigung und eben jenen Spalt. *Federweg* nennt den nutzbaren Hub und die Blocklänge: den Punkt, an dem alle Windungen aneinanderliegen und keine Last mehr zusammendrückt — die harte Grenze, die eine für mehr Weg ausgelegte Feder schlicht nicht einhält. Eine dritte Zeile erscheint nur, wenn etwas klemmt: Draht dünner als zwei Extrusionsbreiten, eine so enge Wicklung, dass der Durchmesser erhöht werden musste, eine erhöhte Länge, oder ein Spalt am Minimum.
Der Windungssinn ist nur wichtig, wenn eine Feder in eine andere passen muss.
Druckt stehend ohne Stützen — jede Windung landet auf der darunter. Passt zu den Familien Kugellager und Riemenscheibe für Mechanismen; bleibt im Eigenschaften-Panel bearbeitbar.
- Öffne das Generieren-Panel in der linken Seitenleiste und wähle Druckfeder (unter Zahnräder & Antriebe).
- Die Feder wird als ein bearbeitbarer Körper eingefügt. Die Parameter öffnen sich im Eigenschaften-Panel, wo du sie einstellst.
- Lege Drahtdurchmesser und Außendurchmesser fest — der Außendurchmesser wird über die Windungen gemessen, so wie ein Messschieber ihn abliest.
- Lege freie Länge und Windungszahl fest und lies die Zeilen Wicklung und Federweg, bevor du druckst.
- Wähle die Enden: Geschlossen steht gerade, und Geschlossen und geschliffen ist die einzige Einstellung, die die Höhe exakt trifft.